Der Tierarzt kann für einen sanften Tod sorgen. Der Rat des Tierarztes und das intuitive Gefühl , das ein Hundehalter im Laufe der Jahre für seinen Vierbeiner entwickelt hat , sind die eintigen Kriterien für diese schwierige Entscheidung . Zu beachten ist auch dass Tiere-um in der Natur nicht als schwach zu erscheinen-erst relativ spät zeigen , dass sie Schmerzen haben oder leiden . Wenn sie es dann tun , ist es manchmal schon zu spät für eine sinnvolle Behandlung . In diesem Fall ist sanftes Einschlafen sicher der richtige Weg , den Hund vor qualvollem Siechtum zu bewahren. Viele Hundehalter machen sich Vorwürfe , diese Lösung vielleicht zu früh gewählt zu haben oder überhaupt die falsche Entscheidung getroffen zu haben . Dieses " schlechte Gewissen " das Ende seines Vierbeiners veranlasst zu haben , ist völlig normal. Es heißt nicht,dass man sich etwas vorzuwerfen hat, sondern ist Bestandteil der Trauer . Der beste Trost ist sicherlich die Erinnerung an ein erfülltes Zusammensein und das Bewusstsein dem Vierbeiner ein möglichst artgerechtes und glückliches Hundeleben ermöglicht zu haben .

Wer sich Sorgen macht , dass sein Hund beim Tierarzt noch leidet , kann ganz beruhigt sein . Wie das Wort Euthanasie (altgriechisch für gutes Sterben ) schon sagt ,spürt das Tier keinerlei Schmerzen . Im Gegenteil : der Hund wird in eine beruhigende tiefe Narkose versetzt , die ohne spürbaren Übergang zu einem sanften Tod führt .

Den letzten Liebesdienst den sie Ihrem Hund erweisen können : Sind sie bei Ihm wenn er sie braucht ! Der Hund ist ruhiger wenn eine ihm vertraute Person bei ihm ist , und für den Halter bedeutet es nochmal einen innigen Moment mit seinem jahrelangen Freund .

Der verstorbene Hund darf im Garten ruhen

Über die letzte  Ruhestätte eines Vierbeiners herscht ein offensichtlicher Informationsbedarf . Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten , wie mit dem Körper des verstorbenen Hundes umgegangen werden kann . Einerseits kann sich der Tierarzt des Körpers annehmen , oder aber der Hundehalter selbst übernimmt die Verantwortung .

Er darf seinen Vierbeiner sehr wohl im eigenen Garten begraben - allerdings mit gewissen Auflagen .So müssen die Wasserschutzbestimmungen beachtet werden , das Grab muss mindestens 80-100 cm tief (je nach Bundesland) und darf nicht in unmittelbarer Nähe öffentlicher Parks , Anlagen und Wege sein . Genaue Auskünfte erteilen zuständige Veterinärbehörden . Eine weitere Möglichkeit ist die Bestattung auf einem der über 70 Tierfriedhöfe Deutschlands . Auf einem Tierfriedhof sind jegliche Varianten an Größe , Nutzungsdauer , und Schmuck des Grabes möglich .Entsprechend liegen die Kosten derzeit zwischen 300-1000,- DM . Für welche Möglichkeit Sie sich auch entscheiden , tun Sie es rechtzeitig , denn auch die Bestattung eines Hundes ist mit einem gewissen Verwaltungsaufwand verbunden .Info beim Bundesverband der Tierbestatter e.V. Tel. 06421-36669

 Ein zweiter Hund kann die Trauer mindern

Es kann durchaus sinnvoll sein , bereits zu Lebzeiten des älteren Tieres über einen zweiten Hund nachzudenken .Denn einmal kann der jüngere Hund auch für den älteren eine zusätzliche Motivation zur Lebensfreude sein zum anderen fällt der Abschied vom alten meist etwas leichter . Keinesfalls sollte man aber dem Alten zumuten die zweite Geige zu spielen und sich einen Welpen ins Haus holen , denn der braucht auch ungeteilte Aufmerksamkeit . Dennoch gilt auch hier : Ein Tier ist mehr als ein kurzfristiger Lückenbüßer für verletzte Gefühle . Ein neues Tier darf nicht nur als Trauerüberbrückung gesehen werden .Denn die Würde und Liebe , mit der Sie Ihren Vierbeiner bei seinem Abschied begleiten , verdient er im Leben erst recht .